• Soufian El Hamli

Wie die Scrum-Industrie wuchs und sich entwickelte!

Aktualisiert: 11. Juli



Was ist Scrum?


Scrum ist eine agile Methodik im Bereich Projektmanagement, die flexibel auf verschiedene Projekte angewendet werden kann. Es unterscheidet sich vom klassischen Projektmanagement dadurch, dass es keinen Projektleiter mehr gibt, der Teammitgliedern Aufgaben zuweist. Des Weiteren gibt es bei Scrum keine klassischen Projektphasen, sondern sogenannte „Sprints“. Diese Läufe können ein bis vier Wochen dauern. Das Ziel ist es, am Ende jedes Sprints ein potenzielles Ergebnis zu haben, das mit der Anzahl der Sprints bis zur Fertigstellung weiter reift.


Welche Rollen beinhaltet Scrum ?


Scrum kennt drei Rollen, die direkt am Scrum-Prozess beteiligt sind. Die erste Rolle ist der Product Owner. Dieser legt die technischen Anforderungen des Projekts fest und ist dafür verantwortlich, dass diese Anforderungen kontinuierlich neu bewertet und priorisiert werden. Üblicherweise stellt der Kunde den Product Owner, weil er einen Produktwunsch hat. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Entwicklung von einem externen Dienstleister oder vom Unternehmen selbst durchgeführt wird, denn es gibt immer jemanden, der der „Kunde“ ist.


Eine weitere Rolle ist der Scrum Master. Er ist verantwortlich für die Einhaltung des Scrum-Prozesses. Zusätzlich versucht der Scrum Master, Hindernisse zu beseitigen, die die Sprintziele oder die Projektumsetzung gefährden.


Die dritte Rolle ist das Entwicklungsteam oder auf Deutsch das Entwicklungsteam. Das Entwicklungsteam ist für die Implementierung und Entwicklung verantwortlich. Im Gegensatz zum klassischen Projektmanagement bekommt nicht jeder eine bestimmte Aufgabe zugewiesen, sondern jedes Teammitglied wählt die Aufgaben aus, die es für sich am besten hält. Jeder hat die gleichen Rechte und jeder übernimmt die volle Verantwortung für die von ihm gewählten Aufgaben. Alle Rollen zusammen bilden ein Scrum Team.


Wie läuft der Scrum Prozess ab ?


Ein Scrum-Prozess besteht aus mehreren Artefakten und Meetings. Der Product Owner führt eine Liste von Anforderungen, die Scrum Product Backlog genannt wird. Vor jedem neuen Sprint muss der Product Owner festlegen, welche Anforderungen on-the-fly umgesetzt werden sollen. Bis dahin müssen alle Anforderungen klar artikuliert sein, beispielsweise in Form von User Stories. Diese äußern Bedürfnisse in natürlicher Sprache und wenigen Sätzen nach dem Prinzip „Wer ich bin und was ich will“. Die ausgewählten User Stories werden dann in das sogenannte Sprint Backlog verschoben und verschwinden somit aus dem Product Backlog.


Alle User Stories im Sprint Backlog werden im Sprint Planning Meeting zwischen dem Entwicklungsteam und dem Product Owner besprochen. Der Scrum Master leitet das Meeting und stellt sicher, dass alle Anforderungen erfüllt werden. Sobald der Plan abgeschlossen und die Sprint-Ziele festgelegt sind, erhält jeder im Entwicklungsteam seine Aufgaben aus dem Sprint-Backlog. User Stories werden in einem Sprint entwickelt und in mehreren Meetings diskutiert. Das Entwicklungsteam hält jeden Morgen während der Ausführung des Sprints ein 15-minütiges Meeting ab, das als Daily Scrum bezeichnet wird. Hier geben sie kurz den Stand und aktuellen Stand der User Story an.


Die Reflexion in Scrum


Am Ende des Sprints gibt es ein Sprint Review und eine Sprint Retrospektive. Sprint Reviews befassen sich mit vergangenen Sprints und werden verwendet, um User Stories zu akzeptieren. Das gesamte Scrum-Team nimmt an diesem Event teil und lädt optional Stakeholder ein. Der Product Owner prüft, ob das Delta (d. h. das potenzielle Ergebnis) der Definition of Done entspricht – d. h. ob das Delta der mitentwickelten Definition of Done entspricht


Dann gibt es eine Sprint-Retrospektive, an der nur das Entwicklungsteam und der Scrum Master teilnehmen. In Retrospektiven lässt das Entwicklungsteam den letzten Sprint Revue passieren, um sich auf den kommenden Sprint vorzubereiten. Bei dem Treffen wurden aufgetretene Probleme diskutiert, aber auch Dinge aufgezeigt, die besonders gut vorankommen. Retrospektiven helfen, die Zusammenarbeit des Entwicklungsteams zu optimieren, anstatt vergangene Fehler zu wiederholen. Nach der Retrospektive beginnt direkt der nächste Sprint, bis das Projekt abgeschlossen ist.



Links:


Scrum Projektmanagement einfach erklärt:

https://www.youtube.com/watch?v=Rk-r3AHgpkk


Offizieller Scrum Guide:

https://scrumguides.org/

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